Veröffentlichen: 22.10.2018

Kartellgericht stoppt Übernahme von Casino Austria durch Novomatic

Zum Jahresbeginn klang es noch nach einer sicheren Sache - doch jetzt ist Software-Hersteller Novomatic mit seinem geplanten Einstieg bei der Casino Austria gescheitert. Das Kartellgericht machte zu große Auflagen.
Novoline Book of Ra

Zum Jahresbeginn klang es noch nach einer sicheren Sache – doch jetzt ist Software-Hersteller Novomatic mit seinem geplanten Einstieg bei der Casino Austria gescheitert. Das Kartellgericht machte zu große Auflagen.

Novomatic, bekannt für seine Novoline Slots wie Book of Ra, Lucky Lady’s Charm oder Sizzling Hot, wollte die Casino Austria gemeinsam mit einem tschechischen Bankenkonsortium übernehmen. Ursprünglich hatten sich die beiden Partner eine Bieterschlacht geliefert, sich dann aber lieber zusammengetan. Aber schon zu Jahresbeginn war klar, dass das Kartellgericht das letzte Wort haben würde.

Jetzt zeigt sich, dass das Kartellgericht die Pläne komplett stoppen will: Der Zusammenschluss würde eine marktbeherrschende Position auf dem Casino-Markt in Wien sowie in Baden bei Wien entstehen lassen, auch auf dem Automatenmarkt würde in vielen Kantonen eine solche Übermacht entstehen. Teilweise würde das neue Unternehmen dann bis zu 100 Prozent eines Marktes beherrschen, so die Kartellbehörde.

Deshalb forderte das Kartellgericht strenge Auflagen – Novomatic hätte Spielbanken verkaufen sollen, es sollte auch Veränderungen bei den Video Lottery Terminals bei der Casino Austria geben sollen. Das war dem Unternehmen zu viel. Novomatic kann allerdings noch Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen.

Sollte das Urteil aber Bestand haben, gibt es mehrere andere Möglichkeiten: Das tschechische Konsortium könnte alleine die Übernahme stemmen. Möglich ist auch, dass Novomatic einen geringeren Anteil als bisher geplant nimmt.